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Israel Trade Center, Botschaft des Staates Israel

Berlin & München, Deutschland

Andrea Frahm im Interview mit Die Zeit über das DLD Tel Aviv Innovation Festival

Das DLD Tel Aviv Innovation Festival gilt als Anlaufpunkt der weltweiten Start-up-Szene – und lockte in diesem Jahr etwa 20 Vertreter Hamburger Unternehmen, aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft sowie Repräsentanten der jüdischen Gemeinde und der Deutsch-Israelischen Gesellschaft (DIG) nach Israel. “Israel ist ein führender Hightech-Standort und bei erfolgreichen Existenzgründungen ganz weit an der Spitze”, sagte Hamburgs Zweite Bürgermeisterin und Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank, die auch dabei ist. Wir sprachen mit DIG-Vorstandsmitglied und Start-up-Expertin Andrea Frahm, Teilnehmerin der Delegation, die auch die Wirtschaftsinitiative www.moinshalom.com gründete.

Elbvertiefung: Frau Frahm, wo befinden Sie sich gerade?

Andrea Frahm: In Tel Aviv vor dem Tel-Aviv-Museum, in dem Frau Fegebank gleich an einem Panel teilnehmen wird beim Cities Summit. Es ist heiß, der Zeitplan ist eng. Es bleibt leider keine Zeit, zum Strand zu gehen.

EV: Welche Eindrücke haben Sie bisher gesammelt?

Frahm: Ich war bereits öfter zum DLD Festival hier und habe ein Jahr in Tel Aviv gelebt. Aber unsere Delegationsteilnehmer, die noch nicht in Israel waren, hatten einen tollen ersten Eindruck, als wir direkt vom Flughafen zum Empfang des Bürgermeisters von Tel Aviv fuhren, inklusive Meerblick und Sonnenuntergang. Während unserer Reise wird Frau Fegebank mit dem Bürgermeister und mit Vertretern der israelischen Regierung ebenso zusammentreffen wie mit Vertretern von Wissenschaft und Wirtschaft. Geplant sind auch Besuche in drei Wissenschafts- und Forschungseinrichtungen, dem Interdiscliplinary Center Herzliya, dem Weizmann Institute of Science in Rechovot und der Hebrew University of Jerusalem.

EV: Welchen Sinn erfüllt die Reise aus Hamburger Sicht vor allem?
Frahm:
 Wir wollen ein Zeichen für Hamburg setzen und Präsenz zeigen. Wenn es in Israel um Städte in Deutschland geht, dreht es sich oft nur um Berlin. Ein Ziel ist es, Hamburgs wirtschaftliche Stärken zu vermarkten: die Logistik, die Hafenwirtschaft und den Mediensektor. Gerade im Commerce- und Logistikbereich sehe ich viele Anknüpfungspunkte zwischen Israel und Hamburg und viel Potenzial. Und Hamburg hat mit seinen Wirtschaftsclustern mehr Substanz als Berlin. Um es mit den Worten eines Teilnehmers zu sagen: “Babynahrung gibt es in Berlin, feste Nahrung in Hamburg.”

EV: Israel gilt als führend bei der Förderung von Start-up-Unternehmen. Kann Hamburg davon lernen? 
Frahm: Hamburg kann sich von der Förderung etwas abschauen; die Regierung unterstützt Neugründungen mit einem Start-up-Programm. Aber es geht vor allem um das Unternehmertum. Israel selbst ist ein Start-up – das Land ist quasi aus Sand entstanden, hier gibt es keine große Industrie. Deshalb ist für viele junge Menschen nach dem Militärdienst klar: Wir gründen eine eigene Firma. Und wenn sie scheitern, dann probieren sie es wieder. Dieser Gründerspirit ist einzigartig. Davon können sich die Deutschen generell inspirieren lassen. Aber auch umgekehrt können Israelis viel von den deutschen Tugenden lernen: Pünktlichkeit, Genauigkeit, strukturelles Arbeiten.

Das Original und mehr darüber, was die Teilnehmer von der Delegation mitnehmen finden Sie hier auf Zeit.de

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