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EU zeichnet israelisches Projekt zur Haltbarkeitsverlängerung von Lebensmitteln aus

Das Drei-Jahres-Projekt möchte hochmoderne antimikrobielle Verpackungsideen für verderbliche Lebensmittel vorstellen, um so durch Frühverderben verursachte Lebensmittelabfälle zu reduzieren.

Die Europäische Union verlieh dem internationalen NanoPack-Projekt, das von Technion in Israel angeleitet wird, kürzlich 7.7 Millionen Euro, um Lösungen zur Verlängerung der Lebensmittelhaltbarkeit zu entwickeln.

NanoPack wird als Teil von HORIZON 2020 finanziert, dem Rahmenprogramm für Forschung und Innovation der EU.

Dr. Ester Segal, NanoPack-Koordinatorin und außerordentliche Professorin der Technion in Haifa, zufolge arbeitet NanoPack daran, auf Nano-Technologie basierende antimikrobielle Verpackungskonzepte für verbesserte Lebensmittelsicherheit einzuführen. “NanoPack wird eine eine Lösung zur Verlängerung der Lebensmittelhaltbarkeit vorstellen, indem sie smarte, neuartige und antimikrobielle Oberflächen verwendet, die in Produkten zur Lebensmittelverpackung aktive Verwendung finden”, sagte Dr. Segal in einer Stellungnahme.

“NanoPack wird die Lebensmittelsicherheit für Verbraucher durch bedeutende Wachstumshemmung infektiöser Mikroben in Lebensmitteln verbessern, was wiederum den Ausbruch von Lebensmittelvergiftung und verfrühten Verderb verhindert”, erklärt Dr. Segal.

In der Folge helfe NanoPack, die erschütternde Zahl von 1.3 Millionen Tonnen Lebensmittel, die jährlich verschwendet würden, zu reduzieren. Letztere verursachten Dr. Segal zufolge große ökonomische Verluste und schadeten auf erhebliche Weise den Bodenschätzen des Planeten.

“Wir wollen besser funktionierende, sicherere und smartere Produkte vorstellen, die Europa als führende Kraft im Sektor der Lebensmittel-Nanotechnologie positionieren, sowie im Bereich der smarten, antimikrobiellen Verpackung, und zugleich die Wettbewerbsfähigkeit und das Wachstum fördern”, sagt Dr. Segal.

Die aktiven Polimer-Filme, von NanoPack entwickelt, weisen ein breites Spektrum antimikrobieller Eigenschaften auf. Die sind von den bisher verwendeten, hochmodernen Materialien, die Nanomaterialien wie Silberpartikel enthalten, unerreicht. Letztere werden momentan gebraucht und rufen gesundheitliche Bedenken hinsichtlich Giftigkeit und mikrobieller Resistenz auf den Plan.

Durch die Nutzbarmachung der Kräfte der Nanotechnologie will das Projekt polymere Zusammensetzungen zum Einsatz bringen, die auf natürlichen Halloysite Nanotubes (HNT’s) als verlässliche und sichere Boten basieren. Die sind dazu in der Lage, maßgeschneiderte Mengen bioaktiver Ladungen freizugeben. Zur Sicherheitsmaximierung geben die HNT’s in der NanoPack-Lebensmittelverpackung nur langsam minutiöse Mengen potenter, verdampfender, natürlicher sowie EU-anerkannter, essenzieller Öle in den Verpackungs-Gasraum. Diese Öle weisen sowohl antimikrobielle, als auch antimykotische Eigenschaften auf und werden so zugeschnitten, dass sie das Wachstum der meisten infektiösen Mikroben in Lebensmitteln hemmen können.

Die NanoPack-Arbeitsgemeinschaft setzt sich aus 18 Partnerorganisationen zusammen, die führende industrielle- und Forschungs-Institutionen aus Belgien, Österreich, Deutschland, Spanien, Israel, Irland, Norwegen, Dänemark, Portugal, Frankreich und den Niederlanden umfassen.

NanoPack hielt ihre Eröffnungskonferenz kürzlich in den Einrichtungen der Bio Base Europe (BBEU) in Gent, Belgien, ab, zwischen dem 24. und 26. Januar 2017.

Lesen Sie hier das englische Original auf ynetnews.com.

 

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