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Israel Trade Center, Botschaft des Staates Israel

Berlin & München, Deutschland

GTAI berichtet über die WATEC

Es ist kein Geheimnis mehr, dass Israels Wasserwirtschaft, aus der Not geboren, zu den innovativsten der Erde gehört. Sei es im Bereich der Entsalzung, oder in der Wiederverwertung von Wasser.

Die Wirtschaftsabteilung der israelischen Botschaft besuchte zu diesem Thema im vergangenen Monat  zu diesem Thema die Wassertechnologie Messe WATEC mit Vertreterinnen und Vertretern deutscher Unternehmen, Investoren und Wissenschaftlern. Im Zuge dessen haben wir auch mit der GTAI gesprochen. Lesen Sie hier den daraus entstandenen Beitrag:

Bei der israelischen Wassertechnologiemesse WATEC standen im September 2017 sowohl reguläre Handelsmöglichkeiten als auch Technologiezukauf und Kooperationen im Blickpunkt. Rund 18 Prozent der Aussteller und circa ein Drittel der Messebesucher kamen aus dem Ausland. Nach Feststellung der Veranstalter zeigten Aussteller wie Besucher erhöhtes Interesse an den ökologischen Aspekten der Wasserwirtschaft. In Israel sind mehr als 400 Hightech-Firmen im Bereich der Wassertechnologie tätig.

Vom 12. bis 14. September 2017 fand in Tel Aviv die zweijährliche internationale Wassertechnologiemesse WATEC statt. Nach Angaben des Veranstalters, des Tel Aviv Convention Center (http://www.fairs.co.il/en/), nahmen an der Messe rund 120 Aussteller teil – in der großen Mehrheit israelische Firmen, doch waren auch 21 ausländische Aussteller dabei. Mit acht Teilnehmern stellten die USA das größte ausländische Kontingent, gefolgt von vier Ausstellern aus Tschechien und je zwei aus China und Kanada. Mit jeweils einem Aussteller waren Dänemark, Deutschland, Indien, Polen und Spanien vertreten.

Die Zahl der Messebesucher lag bei rund 10.000, wobei es sich nach Mitteilung der Internationalen Marketingabteilung des Convention Center bei einem Drittel um ausländische Gäste handelte. Zu den Besuchern aus Deutschland gehörten auch rund zehn deutsche Unternehmen, die auf Vermittlung der israelischen Botschaft in Berlin die Reise nach Israel antraten. Die Wirtschaftsabteilung der Botschaft (http://itrade.gov.il/germany/) erwartet, dass eine Reihe deutscher Unternehmen, die nicht zu der Messe kommen konnten, ihren Israel-Besuch nachholen werden. Mehrere Firmen hätten dies schon angekündigt.

Nach Einschätzung des Tel Aviv Convention Center konzentrierte sich das Interesse der ausländischen Besucher zu ungefähr gleichen Teilen auf Export und Import beziehungsweise auf Kooperationsprojekte mit israelischen Partnern, großenteils im Technologiebereich. Ferner stellten die Veranstalter gegenüber der letzten Messe gestiegenes Interesse der Aussteller wie der Besucher an ökologischen Aspekten der Wasserwirtschaft fest.

Absatzchancen und Einkaufsmöglichkeiten

Der israelische Markt für Wassertechnologie ist größer als es die Landesgröße auf den ersten Blick vermuten lässt. Das liegt daran, dass Israels Wassersektor von Staat und Wirtschaft aktiv geführt wird. So etwa werden 86 Prozent aller Abwässer gereinigt und wiederverwendet. Die Wasserversorgung erfolgt mit Hilfe eines landesweiten Wassernetzes. Rund die Hälfte des Trinkwassers kommt aus Entsalzungsanlagen. All das ist kapital- und ausrüstungsintensiv. Daher können sich deutschen Firmen in verschiedenen Bereichen Absatzchancen erschließen.

In umgekehrter Richtung, so israelische Experten am Rande der Ausstellung, könne Israel deutschen Firmen eine Reihe von technologischen Produkten und Lösungen anbieten. Ein wichtiger Bereich seien Wassermanagementsysteme. Es könnten aber auch spezifische, punktuelle Lösungen sein, etwa Verfahren zur Wasserreinigung in bestimmten Industrie- oder Dienstleistungssparten.

Israelische Firmen sind in vielen Bereichen der Wasserwirtschaft tätig, wobei Hochtechnologie eine wichtige Rolle spielt. Die Datenbank der auf Hochtechnologie und Wagniskapital spezialisierten israelischen Marktforschungsfirma IVC, wies im September 2017 insgesamt 415 Hightech-Firmen aus, die sich mit verschiedenen Aspekten der Wassertechnologie befassten.

Die hohe Zahl der Hightech-Akteure zeigt, dass das Land ein erhebliches Potenzial für technologische Zusammenarbeit und Technologiezukauf bietet. Wichtig ist auch, dass sich laut der IVC-Statistik 57 Prozent aller im Wasserbereich tätigen Hightech-Firmen im Stadium anfänglicher Einnahmen (initial revenues) befinden, also dabei sind, sich mit funktionierenden Lösungen und Produkten auf dem Markt zu etablieren. In diesem Stadium sind viele Firmen geeignete Kandidaten für Übernahmen oder suchen strategische Partner.

Nach Meinung israelischer Experten kann israelische Technologie auch für die städtische Wasserwirtschaft in Deutschland von Interesse sein. Als Beispiele wurden dabei nicht zuletzt Software sowie Produkte der Mess-, Kontroll- und Regeltechnik genannt. Die Tatsache, dass es in Deutschland Bemühungen gebe, die Abwasserreinigung aufzuwerten, könne weitere Geschäftschancen schaffen.

Wie die Wirtschaftsabteilung der israelischen Botschaft erklärte, gebe es auch deutsche Firmen, die Interesse an Investitionen in die israelische Wasserwirtschaft haben und entsprechende Möglichkeiten prüften. Hierbei handele es sich sowohl um Investitionen in Forschung und Entwicklung als auch um mögliche Investitionen in israelische Zulieferbetriebe, aber auch um Investitionen deutscher Beteiligungskapitalunternehmen.

Lesen Sie den gesamten Beitrag hier.

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