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Israelischer Wissenschaftler entwickelt Impfstoff gegen Ebolavirus

Wie die Times of Israel berichtet, war Dr. Leslie Lobel nicht geschockt, als er von dem jüngsten Ausbruch der Ebola-Epidemie in Westafrika hörte, immerhin der weitläufigste seit seiner Entdeckung 1976 im damaligen Zaire. Lobel, Virologe an der Ben-Gurion-Universität im Negev, hat so einen Ausbruch lange vorausgesagt.

Die schnelle Verbreitung der Krankheit in Sierra Leone, Liberia, Guinea und Nigeria hat die dringende Notwendigkeit der Entwicklung des Impfstoffs, an dem Lobel und sein Team seit nunmehr zwölf Monaten arbeiten, vor Augen geführt. Dabei untersuchen die Wissenschaftler das Immunsystem von Ebola-Überlebenden aus Uganda.

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Der Virus verbreitet sich von Mensch zu Mensch über den direkten Kontakt mit Körperflüssigkeiten. Etwa zehn Tage nach der Infizierung mit dem Ebola-Virus beginnen die Symptome aufzutreten. Anfänglich gleichen die Symptome jenen einer Grippe, aber in der Hälfte der Fälle treten innere Blutungen auf. Danach beginnen Blutgefäße im Körper an Flüssigkeit zu verlieren. Dies führt zu sehr niedrigem Blutdruck und zerstört innere Organe. Bei vorigen Ausbrüchen endeten zwischen 60 und 90 Prozent der infizierten Fälle tödlich.

“Dieser Ausbruch ist letztlich nur eine logische Folge von dem, was bisher geschah“, sagt Lobel über die Epidemie, die seit März bereits 1600 Menschen das Leben gekostet hat.
“Es ist ein Resultat davon, dass die Welt unaufmerksam wurde, wenn es um die Bekämpfung von Infektionskrankheiten geht. Seit den 1970er Jahren gab es zu wenig Überwachung oder Entwicklung von Expertise im Umgang mit solchen Krankheiten“, sagt er.

Zusätzlich erwähnt Lobel die Globalisierung und die Erderwärmung als Faktoren, die den gegenwärtigen Ausbruch des hämorrhagischen Fiebers begünstigt haben. Beide hätten die ökologischen Nischen von Fledermäusen gravierend beeinträchtigt. Viele Wissenschaftler glauben, dass die Tiere dem Virus als Reservoir dienen.

Laut dieser Theorie infizieren Affen und Menschen sich, nachdem sie Nahrung zu sich nehmen, die in Kontakt mit Speichel oder Kot von Fledermäusen kam, oder indem sie Oberflächen berühren, die mit den Ausscheidungen in Berührung waren, und sich danach Augen oder Mund reiben.

“Die Schuld der Fledermäuse wurde tatsächlich nicht bewiesen. Für das Marburg Fieber (ausgelöst durch einen ähnlichen Virus) wurde es demonstriert, aber nicht für Ebola“, sagt Lobel.

“Aber Fledermäuse sind wahrscheinlich trotzdem das Reservoir. Es macht Sinn, weil sie nicht weit fliegen und normalerweise nicht in Kontakt mit Menschen kommen. Das würde das begrenzte Ausmaß der bisherigen Ausbrüche erklären“.

Lobel und sein Team arbeiten mit dem US-Militär und dem Uganda Virus Research Institute zusammen, um einen Weg zur Übertragung der Langzeit-Immunität gegen die Krankheit durch die Verwendung von menschlichen monoklonalen Antikörpern zu entwickeln.

Die Zusammenarbeit mit dem US-Militär war ein wichtiger Faktor, da die Ben-Gurion-Universität auf Grund der Sicherheitslage im Nahen Osten nicht mit dem Ebola Virus arbeiten kann. Außerdem ist die Betreibung von Hochsicherheitslaboren mit einem enormen Kostenaufwand verbunden, weshalb es nur wenige auf der Welt gibt.

Das Ziel des Teams ist es, eine passive Impfung von vorgeformten Komponenten des Immunsystems zu entwickeln, die sofortigen Schutz gegen das Virus bieten würden.

“Das wäre sehr viel schneller als die aktive Impfung, die das US-Militär bereits produziert, die sich bei Affen als wirksam gezeigt hat”, so Lobel. “Ein aktiver Impfstoff entfaltet seine Wirksamkeit nach etwa einen Monat.”

Lobel sagt, dass die Entwicklung nur eine Frage der Zeit sei. Zum Greifen nahe, sei sie aber noch nicht.

Lesen sie den gesamten Artikel hier auf Englisch, in dem sie mehr über die Details der Entwicklung des Impfstoffes erfahren können.



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