d&a: Das Top-Analysehaus von Procter&Gamble

Der weltgrößte Konsumgüterkonzern Procter&Gamble (P&G) vergibt jedes Jahr einen Innovationspreis an den herausragendsten unter seinen Dienstleistern. In diesem Jahr hat P&G das israelische Business-Intelligence-Unternehmen d&a Visual Insights mit dem Innovation Capability Award ausgezeichnet.

d&a bietet seinen Großkunden die Sammlung und Analyse von großen Datenmengen an, mit denen die Unternehmen präzisere Kenntnisse ihres Markts erlangen können. Es werden alle frei verfügbaren Daten wie Nachrichten, Patentanmeldungen, wissenschaftliche Publikationen und viele weitere zusammengefasst und durch komplexe Algorithmen sowie von eigenen Branchenexperten analysiert. Dadurch kann zum Beispiel hervorgesagt werden, welches Produkt oder welche Technologie ein Konkurrent gerade entwickelt.

Procter&Gamble betreibt seit fünf Jahren ein Forschungszentrum namens „Israel House of Innovation“ (IHI) in Nes Ziona, in dem zahlreiche Forschungsprojekte mit Startups, akademischen Institutionen, aber auch Pharmaunternehmen wie Teva Pharmaceuticals durchgeführt werden.

Sophie Blum, die Gründerin des Innovationshauses, teilte mit: „Dass dieser Preis an d&a geht, ist eine wichtige Anerkennung der Rolle, die Israel als Quelle der Innovation für P&G spielt.” d&a sei ein großartiges Beispiel für den israelischen Unternehmergeist, das unkonventionelle Denken und seinen starken Willen, auf globaler Ebene zusammen zu arbeiten.

d&a sammelt umfangreiche Datensätze dank eines ausgefeilten Algorithmus und lässt sie von hauseigenen Experten analysieren (Bild: d&a)

 

Ein Porträt von d&a ist kürzlich auch in der FTD erschienen. Darin heißt es:

d&a setzt einerseits auf die Programmierfähigkeiten der ehemaligen Soldaten. Die haben zwar nicht die originale Armee-Software ins Unternehmen mitgebracht. ‚Aber sie schrieben für uns Algorithmen, die auf denselben Grundlagen beruhen‘, erklärt Sade [der CEO von d&a]. Wichtiger als die technischen Kenntnisse sei aber die analytische Schulung der Geheimdienstler und eine zusätzliche Fachausbildung, etwa als Chemiker, Biologe oder Ingenieur. Die Technologie nutze nur, wenn sie von Fachleuten entsprechend eingesetzt werde.

Mit ihrer Analysemethode hätten seine Mitarbeiter etwa ein Computerprogramm für einen Technologiekonzern geschrieben, das die Produktentwicklungen eines Konkurrenten voraussagen kann. ‚Dabei haben wir nichts Illegales gemacht‘, betont Sadeh. Die Analysten hätten weder fremde Computer gehackt, noch auf andere Weise Industriespionage betrieben.

2012-12-05T16:31:40+00:00December 5th, 2012|Unternehmen und Investments|0 Comments