Den Krebs in Eis verwandeln

Israelische Wissenschaftler haben ein neues Verfahren zur Heilung von Brustkrebs entwickelt. Zum Einsatz kommt dabei eine spezielle Nadel, mit welcher der Tumor mehrmals gefriert und dann wieder auftaut wird, um das kranke Gewebe verenden zu lassen.

Die Methode, die ohne Vollnarkose durchgeführt werden kann und lediglich 15 Minuten dauert, könnte eine Alternative zu OPs darstellen, die einen stationären Aufenthalt von bis zu einer Woche erfordern und häufig unschöne Narben zurücklassen. Das Verfahren wird aktuell in klinischen Studien getestet.

Die Nadel, mit der die Behandlung durchgeführt wird, wird auf -170° C heruntergekühlt. Sie kann nach Aussage der Entwickler Tumore bis zur Größe eines Golfballs erfrieren. Bisherige Studien an gutartigen Tumoren haben schon vielversprechende Ergebnisse gezeigt, nun haben die Wissenschaftler begonnen, 30 Patientinnen mit Brustkrebs zu behandeln.

Die zu entfernenden Tumore können die Größe eines Golfballs haben.

„Die Zellen des menschlichen Körpers bestehen hauptsächlich aus Wasser, was bedeutet, dass sie auch gefrieren können“, so Chezi Himmelfarb, Chef von IceCure Medical, der israelischen Firma, die das System entwickelt hat im Interview mit der britischen Zeitung The Telegraph. Vorteil der neuen Methode sei, dass sie geringere Schmerzen verursache und zudem minimal-invasiv und damit schneller als andere Eingriffe durchzuführen sei. Bei der Kryoablation genannten Behandlungsmethode sei es außerdem  möglich, genau zu bestimmen, wie viel und welches Gewebe vereist wird.

 

IceCure hat bereits die Zulassung ihres Apparates für die USA erhalten und hofft, im kommenden Jahr auch für den europäischen Markt zugelassen zu werden.

 

Einen ausführlichen Artikel zum Thema finden Sie auf telegraph.co.uk

2012-12-12T10:28:53+00:00December 12th, 2012|Life Science und Biotech, Pharma und Medizin|0 Comments