GTAI: Israel erleichtert Importe durch Normenanpassung

Ein Bericht von GTAI:

Wirtschaftsminister gibt neue Politik bekannt

Jerusalem (gtai) – Israelische Industrienormen für eine Reihe von Konsumgütern werden an internationale Vorlagen angepasst. Das gab Wirtschaftsminister Naftali Bennett im April 2013 bekannt. Dadurch, so der Ressortchef, werde die Einfuhr zahlreicher Güter gegenüber der heutigen Situation erleichtert. Mit diesem Schritt will die Regierung die Preise betroffener Produkte senken, doch wird die neue Politik auch ausländischen Exporteuren das Leben leichter machen.

Nach Bennetts Ankündigung wird sein Ressort die Änderung einer Reihe von Normen in die Wege leiten. Dies findet im Rahmen des Haushaltsbegleitgesetzes für 2013/14 statt.

Ziel der Reform, so Bennett, sei eine vollständige Anpassung an international übliche Normenanforderungen. Als Beispiele für betroffene Erzeugnisse nannte der Wirtschaftsminister Waschpulver, Schuhe, Teppiche, Sonnenbrillen, Wasserhähne, Spülbecken, Spülkästen für Toiletten, Duschkabinen, Keramikfliesen, Lampen, Türschlösser, Fahrräder und Tischspiele für Kinder.

Heute, so das Wirtschaftsministerium, müssen ausländische Hersteller vieler Produkte wegen abweichender israelischer Normen separate Produktionslinien einrichten, um Erzeugnisse für den israelischen Markt herzustellen. Das verteuere die Produktion und führe letztendlich zu höheren Verbraucherpreisen. Viele Hersteller, so das Ressort weiter, verzichten lieber auf den israelischen Markt, als sich auf dessen Normen umzustellen.

Die Normenanpassung werde die Einfuhr erleichtern und verbilligen. Nach Bennets Worten erwartet sein Ministerium, dass die Importeure diese Preissenkungen an den Verbraucher weitergeben. Dadurch, so eine Schätzung des Wirtschaftsressorts, können die Einzelhandelspreise betreffender Produkte um bis zu 10% sinken.

(S.T.)

2013-05-07T16:25:29+00:00May 7th, 2013|Wirtschaft und Konjunktur|0 Comments