Gründerszene über Israel: Lösungsorientiert und hierarchielos

Zur Israel-Delegation von Bundeswirtschaftminister Rösler vor wenigen Tagen gehörten zahlreiche junge deutsche Gründer. Einer von ihnen, Mateo Freudental, hat seine Eindrücke in einem Kommentar auf Gründerszene veröffentlicht. Hier ein paar Auszüge:

 

Was viele nicht wissen: Israel ist den meisten westlichen Ländern in Sachen Unternehmertum einiges voraus. Die Sieben-Millionen-Einwohner-Oase kann bis auf China und die USA mehr NASDAQ-Unternehmen verzeichnen als jedes andere Land. Außerdem verzeichnet es mehr Venture-Capital-Investitionen als Deutschland und Frankreich zusammen und ist das Zuhause von über 4.000 Startups. So konnte ich zum Beispiel auch Zohar Dayan, CEO von Wibbitz, einen Anbieter für Text-to-Video Automatisierung, kennenlernen, der gerade drei Millionen Euro an Seedkapital einholte.

Freudenthal fragt sich, wie einige der reichsten Menschen der Welt, wie Li Ka-shing oder Warren Buffet, auf die Idee kommen, in Israel zu investieren:

Manche sagen den Israelis besondere unternehmerische Fähigkeiten nach, andere betonen die mangelnden Alternativen. Denn bei fehlenden natürlichen Ressourcen oder teuren Arbeitskräften sind die Möglichkeiten begrenzt. Die unterhaltsamste Erklärung kam vom israelischen Außenminister, welcher uns erklärte, dass die jüdische Mutter aufgrund ihres hohen Drucks auf ihren Sohn ihren Teil zum nationalen Erfolg von Technologie-Startups beiträgt.

 

In seinem Reisebericht fragt Freudenthal sich auch, welche Verhaltensmuster auf Deutschland übertragen werden könnten und gibt als Antwort unter anderem die Lösungsorientiertheit und Hierarchielosigkeit der israelischen Gesellschaft. Für Letztere nennt er ein eindrucksvolles Beispiel:

Auch Paypal-Präsident Scott Thompson konnte dies nach seiner Übernahme des israelischen Security-Startups Fraud Sciences für 163 Millionen US-Dollar erfahren. In seiner ersten Rede vor dem israelischen Team wurde er von den Mitarbeitern von Fraud Sciences so mit kritischen Fragen überschüttet, dass er zwischenzeitlich die Frage stellen musste, wer hier für wen arbeitet. So etwas ist ihm in Amerika niemals passiert.

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Den vollständigen Kommentar finden Sie hier: http://www.gruenderszene.de/allgemein/israel-startup-szene

Mateo Freudenthal ist Gründer und Geschäftsführer des Startups Honestly.

2013-07-08T13:39:42+00:00July 8th, 2013|Unternehmen und Investments|0 Comments