WiWo: Israelis erleben ein Wachstumsjahr nach dem anderen

In ihrer 480426_10151496028037076_1733020397_naktuellen Ausgabe berichtet die WirtschaftsWoche über die positive Wirtschaftslage in Israel. Es werden die Erfolge der High-Tech-Branche und in der Unterstützung von Startups aufgezeigt, aber auch zukünftige Herausforderungen, wie die Bezahlbarkeit von Wohnraum werden genannt.

“Unter dem wirtschaftsliberalen Ministerpräsidenten Netanjahu erleben die Israelis ein Wachstumsjahr nach dem anderen. Das Bruttoinlandsprodukt ist in den vergangenen Jahren im Mittel stärker gewachsen als der Durchschnitt (…). Für 2013 prognostiziert der Internationale Währungsfonds ein ordentliches Plus von 3,3 Prozent.”

WiWo-Redakteur Hans Jakob Ginsburg zählt auch die Erfolge israelischer Startups auf und berichtet vom anhaltenden Interesse internationaler Investoren:

shlomo2“Nach einer Studie der Wirtschaftsberatung Pricewaterhouse Coopers kauften internationale Investoren allein im vergangenen Jahr 50 israelische Startup-Unternehmen aus dem Hochtechnologiesektor; die jungen Firmen waren ihnen insgesamt 5,5 Milliarden US-Dollar wert. ‘Das zeigt die israelische Leistungsfähigkeit’, meint Schlomo Nimrodi, Chef des Technologie-Transferunternehmens Ramot in Tel Aviv, ‘niemand gibt 100 Millionen für eine Firma aus, die keine Gewinne macht.”

Neben diesen positiven Nachrichten gebe es allerdings Probleme in der Infrastruktur. Wie aktiv diese allerdings in naher Zukunft angegangen werden, zeigen aktuelle Investitionen, über die GTAI berichtet:

Jerusalem-Light-RailSo wird Jerusalems bisher einzige Straßenbahnlinie mit großem Aufwand verlängert. Dank der Verlängerung soll das Fahrgastaufkommen der Strecke von 130.000 auf rund 250.000 pro Tag steigen. Der israelische Autobahnbetreiber Derech Eretz erwirbt ein Viertel von Israels längster Mautstrecke. Der Elektrizitätssektor kämpft gegen Stromausfälle und stockt seine Kapazitäten auf. Dafür werden großzügig Lizenzen für neue Photovoltaikanlagen vergeben. Von einer schnellen Inbetriebnahme möglichst zahlreicher mittelgroßer PV-Anlagen verspricht sich das Ministerium einen spürbaren Beitrag zur Verhinderung von Stromausfällen im Sommer, in dem Klimaanlagen den Spitzenbedarf an die Obergrenze der bestehenden Kapazitäten treiben.

“Zwar sind in Israel Gesamtkapazitäten von rund 12.000 MW installiert, doch kommt es wegen ungenügender Reserven beim Spitzenverbrauch schon mal auf jede zusätzliche Stromquelle an. Zudem haben PV-Anlagen den Vorteil, dass sie bei intensivster Sonneneinstrahlung die höchste Leistung erbringen – also gerade dann, wenn die meisten Bürger hitzebedingt die Klimaanlage nutzen”, berichtet Wladimir Struminski.

2013-07-11T17:30:01+00:00July 11th, 2013|Wirtschaft und Konjunktur|0 Comments