Open Skies: Europa fliegt nach Israel

Die Unterzeichnung des Luftverkehrsabkommens zwischen der EU und Israel im Juni 2013 zieht verstärktes Interesse europäischer Airlines an Israel nach sich, wie GTAI berichtet. Nun hofft die Tourismusbranche auf einen Anstieg der Besucherzahlen.

IMG_1381Nach Abschluss des europäisch-israelischen Luftfahrtabkommens erwägt der irische Billigflieger Ryanair den Einstieg ins Israel-Geschäft. Bei einem Besuch in Israel erklärten Vertreter der Airline, mindestens zwei Millionen Touristen pro Jahr ins Land bringen zu können. Unterdessen hat die ungarische Low-Cost-Gesellschaft Wizz Air im Juli einen Ausbau ihrer Präsenz auf Israel-Strecken angekündigt. Wizz Air soll planen, ab Oktober – zusätzlich zu Tel-Aviv-Flügen ab Budapest und Bukarest – auch Israel-Verbindungen ab der litauischen Hauptstadt Vilnius, dem südpolnischen Katowice und dem im Nordwesten Rumäniens gelegenen Cluj-Napoca anbieten. Nach Auffassung der Gesellschaft bergen die drei neuen Destinationen großes Potenzial sowohl für Flüge israelischer Touristen als auch für Israel-Reisen von Bewohnern der betreffenden Regionen. Auf jeder der drei neuen Strecken will Wizz Air zwei oder drei Flüge pro Woche anbieten.

Die Tourismusbranche hofft nun auf neue Besucher, die bisher nicht den Weg nach Israel auf sich nahmen, berichtet Wladimir Strumiski von GTAI. So könnte auch der bisher leicht stagnierende Anstieg der Touristenzahlen wieder gekräftigt werden. In der 1. Jahreshälfte 2013 nahm die Zahl ausländischer Besucher nur um 1,4% zu. Immer mehr Besucher bleiben nur einen Tag, berichtet GTAI: Die Zahl der Touristen, die mindestens eine Nacht im Land verbringen ging um 1,2% zurück, während bei Tagesbesuchern ein Plus von 14,9% verzeichnet wurde. 2012 stellten Letztere bereits 18% aller in Israel eintreffenden Ausländer, nachdem es 2007 nur 10% waren. Tagesbesucher – dies sind vor allem Kreuzfahrtteilnehmer – geben erfahrungsgemäß weniger Geld während ihres Aufenthalts aus als Touristen die länger bleiben. Die sich andeutenden neue Kundenkreise durch weitere europäische Luftfahrtgesellschaften nennt Struminski daher einen “ausgesprochenen Lichtblick”.

 

Den vollständigen Artikel von Wladimir Strumiski, GTAI, finden Sie hier.

2013-07-22T10:27:21+00:00July 22nd, 2013|Luft- und Raumfahrt, Wirtschaft und Konjunktur|0 Comments