Curapipe flickt Lecks mit “Schwein”

curapipe_logoJährlich gehen nach Angaben der Weltbank 32 Milliarden Kubikmeter Wasser, bzw. 25 % des städtischen Trinkwassers wegen Lecks verloren. Viele dieser Verluste sind auf kleine, teils winzige Löcher und Risse zurückzuführen. Die meisten Erkennungssysteme allerdings sind darauf ausgerichtet, größere Fehlerstellen zu erkennen.

Das 2007 gegründete Unternehmen Curapipe Systems hat eine neue Methode zur Reparatur grabenloser Rohre entwickelt, genannt Trenchless Automated Leakage Repair (TALR). TALR erkennt kleine Lecks nicht nur, sondern kann sie auch sofort reparieren.

Diese „minimalinvasive“ Lösung kommt ohne große Baustellen und Unterbrechung der Versorgung aus. Es funktioniert mithilfe einer schwammähnlichen Einheit, genannt pig. Dieses “Schwein” nutzt den Wasserdruck zur Leckerkennung und verwendet ein Epoxidharz zur Versiegelung der undichten Stellen.

Laut Curapipe, können die meisten verfügbaren „fix-and-find“ Systeme den Wasserverlust nur stabil halten. Aggressivere Methoden, die den Schwund minimieren seien bisher nur mittels sehr teuerer Techniken oder den Ersatz von Rohrnetzwerken möglich.

Derzeit arbeitet Curapipe an einem Pilottest mit Thames Water in London. Auch für die Anwendung in Öl- und Gas-Pipelines sei die Technologie geeignet.

Im Rahmen eines EU-Forschungsprogramms wurden dem Unternehmen 800.000 Euro für einen Zeitraum von drei Jahren bereitgestellt. Damit wird unter dem Namen LEAKCURE an der weiteren Entwicklung des Systems gearbeitet. 2011 wurde Curapipe auch für den britischen Water Industry Achievements Awards nominiert.

 

In diesem Video wird die Technologie anschaulich erklärt:

[youtube]http://youtu.be/ys5jj9TMYug[/youtube]

 

Curapipe wird sich im Oktober auf der WATEC 2013 vorstellen: www.watec-israel.com

Weitere Details auf nocamels.com

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2013-08-03T12:53:03+00:00August 3rd, 2013|Wasser und Abwasser, Umwelttechnologie|0 Comments