Israelische Forscher züchten ‘Superpflanzen’

Neue Hoffnung im Kampf gegen Lebensmittelknappheit: Forscher aus Israel haben Pflanzen entwickelt, die besonders resistent gegen Dürre sind. Die neuen Züchtungen brauchen weniger Wasser, liefern höhere Ernteerträge und bleiben länger frisch.

gepstain-israel-300x210Biologieprofessor Shimon Gepstein vom Technion in Haifa könnte damit eine neue Perspektive gegen Unterernährung und die Lebensmittelkrise weisen. Dabei hatte Gepstein eine große Portion Glück: Als er mehrere Wochen lang vergaß, seine modifizierten Pflanzen zu gießen, stellte er fest, dass sie trotzdem weiter lebten. Auch nach der Ernte bleiben sie doppelt so lang frisch wie die gewöhnlichen Arten. Professor Gepstein berichtet, einen Salat mit nach Hause genommen zu haben, der erst nach drei Wochen begann braun zu werden.

Forscher nennen derartige Züchtungen “Superpflanzen”. Diese genetisch modifizierten Pflanzen brauchen weniger Wasser um zu wachsen und bilden auch länger das Hormon Zytokinin, das vor Alterung schützt und dafür sorgt, dass die Photosynthese länger anhält. Die Pflanzen können so bis zu einem Monat ohne Wasser auskommen.

Lange Dürreperioden und extreme Wetterbedingungen führen besonders in armen Ländern zu Nahrungsmittelknappheit. Hier könnten Superpflanzen helfen, die Versorgung mit Grundnahrungsmitteln zu verbessern.

Trotz der Bezeichnung “genetisch modifiziert” sind die Pflanzen keineswegs gefährlich für die menschliche Gesundheit, so Professor Gepstein.

Seine Forschungsergebnisse präsentierte der Israeli in Proceedings of the National Academy of Sciences. Einen Ausführlichen Artikel finden Sie hier.

2013-09-10T15:01:00+00:00September 10th, 2013|Agrartechnologie und Landwirtschaft|0 Comments