Bewegung in Israel – die neuesten Trends

Mehr deutsche Autos, neuer Bio-Diesel und eine neue Recycling-Strategie – Wladimir Struminski von GTAI berichtet von neuen Trends aus Israel.

Nach den neuesten verfügbaren Zahlen gehört Deutschland weiterhin zu den Top-Lieferanten von PKW nach Israel. Angeführt wird die Liste nicht mehr von Japan, sondern von Korea. Deutschland steht an dritter Stelle und konnte seinen Anteil  an den Neuzulassungen auf 12,5% erhöhen – eine Verdopplung im Vergleich zum Vorjahr. Die genannten Zahlen erfassen in Deutschland hergestellte Fahrzeuge, nicht aber Wagen deutscher Marken, die in anderen Ländern hergestellt und von dort aus geliefert werden (z.B. VWs aus Mexico, Opel aus Spanien).

pic07(2)Die Stadtverwaltung von Jerusalem will das Straßenbahn-Netz um zwei Strecken erweitern und dafür rund 3,3 Mrd. US-Dollar investieren. In den großen Städten Israels  sind Straßenbahnen eine Seltenheit. Nur Jerusalem hat eine einzige Strecke.

Im Norden Israels werden mehrere Busstrecken neu ausgeschrieben. Gleichzeitig baut auch Tel Aviv sein öffentliches Transportsystem aus. Dan Public Transport bietet nun einen ersten elektrisch betriebenen Linienbus. Dem Bericht zufolge will die Firma in den nächsten fünf Jahren ein Viertel ihrer Flotte auf Elektrobusse umstellen und dafür umgerechnet 115 Mio. US-Dollar ausgeben. GTAI Berichterstatter Struminski dazu: “Auf Dauer soll sich das rechnen. Nach einer Kalkulation des Unternehmens verursacht der Elektrobus bei gleicher Fahrleistung nur ein Drittel der Energiekosten, die der Betrieb eines Diesel-Busses mit sich bringt. In der Wartung soll der Strom-Bus immerhin um ein Viertel billiger sein.”

Um die Abhängigkeit vom Öl zu verringern, fördert Israel aktiv die Forschung an Biokraftstoffen. Die Pflanzengenomik-Firma Evogene macht bereits große Fortschritte bei der Entwicklung von Biodiesel. Sie züchtet Rizinuspflanzen zur Herstellung des Kraftstoffes und arbeitet dabei auch mit brasilianischen Unternehmen zusammen. Ab 2016 sollen die Pflanzen vermarktet werden.

Gewächshäuser von Evogene

Gewächshäuser von Evogene

Im Januar des nächsten Jahres tritt in ein neues Gesetz zum Recycling von Elektronikabfällen in Kraft. Bis 2021 soll eine Recycling-Quote von 50 Prozent des verkauften Gewichts aller Elektrogeräte erreicht werden. Damit soll der Wirtschaft genügend Zeit zum Aufbau eines Logistik- und Wiederaufbereitungssystems gewährt werden. Für die Erfüllung der Quote sind einheimische Hersteller, Importeure und Händler verantwortlich, wobei Stadt- und Kommunalverwaltungen eine unterstützende Rolle zugewiesen wird.

Diese und weitere Neuigkeiten können sie hier nachlesen.

Bild Tram: citypass.co.il ; Gewächshäuser: evogene.com

2013-10-09T11:56:36+00:00October 9th, 2013|Wirtschaft und Konjunktur|0 Comments