Die Top10 israelischer Lösungen für Sichtprobleme

39,8 Millionen blinde und 285,3 Millionen sehbehinderte Menschen gibt es weltweit. Allein in Deutschland sind es nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation ca. 1,2 Millionen. Vielen von ihnen kann bereits mit Sehhilfen und anderen Technologien geholfen werden. Pünktlich zum Welttag des Sehens, hat Israel21c eine Liste der 10 Innovationen aus Israel veröffentlicht, mit deren Hilfe sich der Alltag von sehbehinderten Menschen verändern wird.

Hier eine Übersicht:

img_hcp_device_schematic1. Ein Teleskop in Erbsengröße, das im Auge eingepflanzt das Sichtfeld des Patienten erweitert. Diese Entwicklung richtet sich an Menschen, die an einer altersbedingten Makuladegeneration leiden. Bei dieser ist das Sichtfeld am Punkt des schärfsten Sehens beeinträchtigt. Das Teleskop von Vision Care soll diesen Verlust ausgleichen und schon bald in den USA auf den Markt kommen.

2. Eine Tastatur für Tablets und Smartphones. Das Startup Inpris entwickelt das UpSense Keyboard, das Blinde und Sehbehinderte nicht nur für Braille-Schrift, sondern auch gestengesteuert nutzen können.

3. Eine die Umwelt „lesende“ Kamera. Die OrCam wird an der Brille angebracht und erkennt Schriften, Gesichter und Ampeln in der unmittelbaren Umgebung. Dem Benutzer werden diese Informationen vorgelesen bzw. erklärt. OrCam ist bereits online in limitierter Zahl erhältlich.

PhoneMainPic44. Ein Smartphone für Sehbehinderte. Dieses wurde unter dem Namen Project RAY entwickelt. Es hat eine dynamische Benutzeroberfläche und wird über einen Touchscreen gesteuert. Der Nutzer wird mit gesprochenen Informationen durch das Menü geführt. Für viele Israelis ist das Smartphone bereits verfügbar. In Kooperation mit Qualcomm, Amazon und T-Mobile wurde das Projekt 2013 in diesem Jahr auch in den USA gestartet.

5. Eine künstliche Retina. Das Unternehmen Nano Retina entwickelt eine künstliche Retina – eine potentielle Lösung bei Sichtverlust durch Erkrankungen der Netzhaut.

6. Eine bionische Kontaktlinse. In zwei Jahren soll eine Beta-Version der sehenden Kontaktlinse entwickelt werden. Die Daten einer Kamera werden auf die Linse übertragen und diese gibt sie als taktile Signale wieder. Da die Hornhaut des Auges die höchste Dichte an Tastsensoren des gesamten menschlichen Körpers hat, könnten diese “Sinneseindrücke” in ein visuelles Signal umgewandelt werden. Hier finden Sie mehr dazu.

amblyz-tech-017. Eine elektronische Brille. Amblyopie (Schwachsichtigkeit) bei Kindern müsste in Zukunft vielleicht nicht mehr durch ein Pflaster auf einem Auge oder Brillenglas korrigiert werden. Die Firma Amblyz entwickelt elektronische Brillengläser, welche durch eine Verdunklung eines Glases die Entwicklung des schwächeren Auges stimulieren.

8. Eine Retina-Prothese. Professor Shy Shoham vom Technion arbeitet an einer futuristischen Lösung um Sehzellen mittels computerbetriebener Holographie (ähnlich wie bei Google Glasses) anzuregen. In fünf bis zehn Jahren sollen damit degenerative Erkrankungen der Netzhaut therapiert werden.

9. Ein Bypass fürs Auge. Ein Implantat mit dem Namen Ex-Press soll in Zukunft bei der Behandlung des grünen Stars helfen. Diese Augenerkrankungen werden durch ein ungünstiges Druckverhältnis im Augapfel hervorgerufen. Ex-Press hilft, diesen Druck zu regulieren.

10. Ein Telemedizin-System. Als weitere Unterstützung für Patienten mit Makuladegeneration bietet Notal Vision ein System zur Überwachung der Sehfähigkeit. Es sendet die Daten des Patienten an eine gesicherte Webseite mittels derer der Arzt immer den aktuellen Krankheitsverlauf beobachten kann.

 

Quelle: Israel21c

 

2013-10-11T14:53:15+00:00October 11th, 2013|Life Science und Biotech, Pharma und Medizin|0 Comments