Facebook kauft israelische Mobile-Analytics-Firma Onavo für 120 Millionen US-Dollar

Nachdem Facebook in den letzten Jahren bereits Snaptu und Face.com aus Israel erworben hat, gibt das israelische Unternehmen Onavo drei Jahre nach seiner Gründung nun auf seinem hauseigenen Blog bekannt, vom Social-Network-Marktführer zugekauft worden zu sein. Der Kaufpreis soll bei 120 Millionen USD liegen.

Im Gegensatz zu Snaptu und Face.com wird Onavo in Israel bleiben und nicht vom Silicon Wadi in das Silicon Valley ziehen. Onavo wird damit Facebooks offizielle Niederlassung in Israel und gleichzeitig das erste Forschungs- und Entwicklungszentrum des Internet-Konzerns in Israel.

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Die von Onavo entwickelte App “Onavo-Count” ermöglicht dem Nutzer den Datenverbrauch der bereits installierten Apps auf seinem Smartphone zu analysieren. Dafür wird eine Grafik erstellt, die dem Smartphone-Besitzer in übersichtlicher Weise den Datenverbrauch der letzten 30 Tage darstellt. Erweitert hat die Firma ihr Angebot mit “Onavo Extend”. Diese Anwendung hilft dem User Geld zu sparen, indem mobile Daten komprimiert werden, was sich positiv auf das monatliche Datenvolumen auswirkt.

Für Facebook ist Onavo besonders im Zuge der Etablierung des Projektes Internet.org interessant. Facebook-Gründer Mark Zuckerberg hat mit Internet.org eine Firmen-Allianz mit dem Ziel gegründet, jenen fünf Milliarden Menschen, die noch nicht online sind, Zugang zum Internet zu ermöglichen. Mobilfunkgeräte spielen für diese Mission eine entscheidende Rolle. Onavo soll hierfür ein elementarer Baustein sein.

“Unser Service hilft den Menschen Geld durch eine effizientere Nutzung von Daten zu sparen und großen wie kleinen Entwicklern dabei, bessere Erfahrungen für die Leute zu entwerfen”, erklären die Gründer Guy Rosen und Roi Tiger heute Morgen auf ihrem Blog. “Wir sind begeistert, Facebooks Team beizutreten und hoffen, eine entscheidende Rolle bei der Erreichung von Internet.orgs wichtigsten Zielen zu spielen: Effektivere Datenverarbeitung zu ermöglichen, so dass mehr Menschen auf der ganzen Welt sich verbinden und Erfahrungen teilen können.”

Weitere Informationen auch hier auf Haaretz.com.

2013-10-14T11:35:57+00:00October 14th, 2013|Software und IT|0 Comments