Bewegung auf Israels Energiemarkt

In den kommenden Monaten und Jahren wird sich Israels Energiemarkt entscheidend verändern. Die Erdgasfelder im Mittelmeer bringen nicht nur Gewinne im Außenhandel mit sich, sondern erfordern auch eine Anpassung der Infrastruktur. Zudem wird der Markt durch eine geplante größere Beteiligung privater Anbieter belebt, wie Wladimir Struminski von GTAI aus Jerusalem berichtet.

Nachdem das Oberste Gericht im Oktober den Weg für Exporte des Erdgases freimachte, beginnen der Stromanbieter Delek und das US-amerikanische Unternehmen Noble Energy, die Erschließung des Gasfelds Leviathan voranzutreiben. Bisher ist die Frage des Gastransports noch nicht abschließend geklärt. Neben einer Gaspipeline über die Türkei und Griechenland stehen eine Flüssiggasanlage auf Zypern oder sogar eine Verflüssigung auf Schiffen als Optionen bereit. Auch eine Nutzung von Pipelines in den Nachbarländern Ägypten und Jordanien könnte in Betracht gezogen werden. Bereits seit dem Frühjahr fließt Gas aus dem Tamar-Feld in das israelische Netz.

NobleEnergy

Unterdessen müssen sich Industrie und Stromerzeuger auf eine verstärkte Nutzung des voraussichtlich sehr günstigen Gases umstellen. Nach Angaben des Energieministeriums sollen bis 2015 300 Unternehmen auf Erdgas wechseln. Dabei könnten sie bis zu 500 Mio. US-Dollar pro Jahr einsparen.

In Ashkelon wird zudem ein neues Kraftwerk gebaut, das mit Gas betrieben werden kann. Hierfür wird die staatliche Israel Electric Corporation (IEC) mit der französischen Électricité de France (EDF) kooperieren. Die Leistung des Kraftwerks soll bei 1.500 MW liegen und 3 Mrd. US-Dollar kosten.

Der Anteil der Privatanbieter auf dem Strommarkt soll in Zukunft von aktuell 10 Prozent auf mehr als 40 Prozent steigen. Dies würde das derzeitige Monopol der IEC beenden und den staatlichen Konzern zu Reformen zwingen.

Hier lesen Sie den vollständigen Artikel: gtai.de

Illustration Noble Energy.

2013-12-17T11:15:40+00:00December 17th, 2013|Uncategorized|0 Comments