2013 war Rekordjahr für Israels Technologiesektor

Wie das Wirtschaftsmagazin Forbes auf Grundlage einer Analyse der Wirtschaftsprüfgesellschaft PWC berichtet, konnten 2013 7,6 Milliarden US-Dollar durch Firmenkäufe und Börsengänge israelischer Tech-Unternehmen erwirtschaftet werden, was einen bisherigen Rekord darstellt.

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Der durchschnittliche Betrag, der für eine israelische Firma bezahlt wurde, betrug 170 Millionen US-Dollar, der höchste Durchschnittwert der letzten zehn Jahre in diesem Bereich. Diese Firmen-Exits beinhalteten M&A-Geschäfte, deren Wert um die 6,45 Milliarden US-Dollar lag, und ein jährliches Wachstum von 16 Prozent bedeutete, der Durchschnitt lag bei 859 Millionen US-Dollar (die drei größten Deals summieren sich auf 2,6 Milliarden US-Dollar). Die Börsengänge belaufen sich auf 1,2 Milliarden US-Dollar. Durchschnittlich spielte eine Erstemission 198 Millionen US-Dollar ein. Die führenden Wirtschaftsfelder waren Life Science und Internet.

Das Forschungsinstitut IVC berichtet auch, dass 2013 für Wagniskapital-gestützte Exits das stärkste Jahr des Jahrzehnts war. Die erhaltenen Erlöse lagen um 91 Prozent höher, als der 2,2 Milliarden US-Dollar hohe Durchschnitt der letzten zehn Jahre. Das IVC zählt 35 Wagniskapital-finanzierte Exits, die sich auf einen Betrag von 4,2 Milliarden US-Dollar belaufen, von insgesamt 80 Firmenexits in 2013, die insgesamt auf 6,64 Milliarden US-Dollar kamen. Hierzu ist ein Blick auf das interaktive Dashboard von IVC lohnenswert, welches die Exits der letzten 10 Jahre analysiert. 

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Geektime bemerkt einige wenige neue Entwicklungen für 2013. Es gab mehr Übernahmen durch israelische Firmen, die sowohl israelische als auch ausländische Firmen aufkauften; Israel hat bewiesen, dass es trotz seines Hardware- und Unternehmensimage sich auch im Kundengeschäft etablieren kann (wie etwa die zwei eine Milliarde-US-Dollar-Exits von 2013 Waze und Wix bewiesen haben); und Agritech (hierzu der Bericht zu Evogene aus dem letzten Monat), ein Sektor der zunehmend an Bedeutung gewinnt und wahrscheinlich jener mit dem größten brachliegenden Potential ist. Momentan hofft vor allem die Climate Corporation auf einen weiteren eine Milliarde US-Dollar schweren Deal mit Monsanto.

Mit Blick auf Kapitalbeschaffung von in Israel ansässigen Wagniskapitalfirmen war 2013 ein weniger erfolgreiches Jahr, wenn man einem zusammen mit KPMG erstellten Bericht des IVC Glauben schenken darf. 13 Fonds haben 2013 526 Millionen US-Dollar investiert, was 28 Prozent unter den 725 Millionen US-Dollar lag, die 14 Wagniskapitalfonds im Vorjahr bereitstellten. Ofer Sela von KPMG erklärt diesen Trend als Teil des Erfolgs. Ein entscheidender Teil ausländischer Anleger ist nicht mehr auf israelische Wagniskapitalfonds angewiesen, sondern investiert nun direkt durch ausländische Wagniskapitalgeber, firmeneigene Fonds oder als Individuum in israelische Hochtechnologie.

Das IVC berichtet außerdem, dass 2013 auch rekordbrechend bezüglich des Kapitals war, das die Firmen in Ausschreibungen aufbringen konnten. 662 israelische High-Tech-Firmen konnten bei Finanzierungsrunden insgesamt 2,3 Milliarden US-Dollar einholen, was den höchsten Wert der letzten zehn Jahre bedeutet. Spitze war hier der Life-Science-Sektor, auf den allein  522 Millionen US-Dollar fielen.

2014 wird diese Erfolgsgeschichte mit ziemlicher Sicherheit fortführen und das ein oder andere spektakuläre Exit hervorbringen.

Den Originalbericht finden Sie hier.

2014-01-24T14:07:13+00:00January 24th, 2014|Wirtschaft und Konjunktur|0 Comments