Lieber bei Fremden essen als in Touri-Fallen tappen

Die israelischen Websites HomeDine und EatWith bieten eine Plattform, um im Urlaub bei Einheimischen zu essen. Wer im Ausland auf der Suche nach traditionellen Restaurants mit lokalen Spezialitäten ist, hat es oft schwer. Nicht selten landet man in schlechten Gaststätten und sitzt inmitten anderer Touristen statt an Orten, wo man auch mit Bewohnern des jeweiligen Landes und deren alltäglichem Leben in Kontakt kommt.

​Bei Einheimischen an den Esstisch zu gelangen ist ohne Kontakte nicht einfach. Mit den Communities EatWith und HomeDine findet man potentielle Gastgeber online.

EilonPaz_5697-1024x682„Wenn man darüber nachdenkt, hat man als Tourist kaum eine Möglichkeit, Einheimische zu treffen“, so Eat-With-Gründer Guy Michlin. „Kein Einheimischer wird sich zu dir setzen, um dir Einblick in Gesellschaft und Kultur zu gewähren.“ Über Michlins Online-Plattform öffnen die Leute ihre Häuser, laden ihre Gäste zu sich ein und geben ihnen Einblick in ihren Alltag. Wenn diese Möglichkeit sich weiter verbreitet, könnte sie ein integraler Bestandteil vom Reisen werden.

Soziale Plattformen ermöglichen es bereits, bei Privatleuten zu schlafen, mit ihnen im Auto zu fahren und nun auch mit ihnen zu essen. Heute wollen Reisende nicht mehr nur Tourist sein, sondern den besuchten Ort erleben, als wohnten sie selbst dort.

Das Konzept scheint erfolgsversprechend: Das Startup EatWith aus Tel Aviv holte sich bereits 1,2 Millionen US-Dollar an Investitionen und löste weltweit großes Interesse aus.

Beide Anbieter überprüfen die Angebote der potenziellen Gastgeber auf ihre Kochkünste und die Räumlichkeiten. Wenn sie akzeptiert werden, erhalten sie ein Gastgeberprofil und können selbst entscheiden, was sie kochen und wann sie jemanden zu sich einladen.

„Es ist ein neuer Weg um Freunde zu finden“, sagt Michlin. Es bringe Menschen näher zueinander.

Manche Hobby-Köche bieten kostenloses Essen an, andere bieten hochpreisige Gourmet-Speisen. Der Durchschnittspreis liegt bei 25 US-Dollar. EatWith bekommt 15 Prozent jeder Zahlung, HomeDine verlangt 10 Prozent.

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Bilder: HomeDine und EatWith, Artikel: MFA

2014-03-05T11:53:46+00:00March 5th, 2014|Unternehmen und Investments|0 Comments