Deutsch-Israelisches Konsortium gewinnt Ausschreibung für Bahninfrastruktur-Projekt

israel-railwayEin Konsortium bestehend aus der israelischen Shikun & Binui Holdings Ltd. und einer Tochter der Deutschen Bahn AG, der DB BahnBau, hat eine internationale Ausschreibung gewonnen, womit es nun gemeinsam drei Schienenprojekte mit einer Gesamtlänge von 100 Kilometern in Zentral- und Nordisrael planen und umsetzen kann. Die Auftragssumme soll sich insgesamt auf 800 Millionen Schekel, umgerechnet etwa 170 Millionen Euro, belaufen.

Neben der Deutschen Bahn hat sich auch ein anderes internationales Konsortium, das von TSO aus Frankreich und Indra aus Spanien angeführt wurde, um den begehrten Auftrag bemüht.

Bei den drei Einzelprojekten handelt es sich um den Ausbau- und Neubau dreier Trassen: Zum einen soll Karmiel durch ein 22 Kilometer langes, elektrisch betriebenes Teilstück an Akko und die Mittelmeerküste angebunden werden. Auf dieser Personen- und Frachtverbindung sollen zwei neue Stationen entstehen. Zwischen Haifa, Afula und Beit Shean wird ein knapp 60 Kilometer langes Teilstück mit fünf neuen Haltestellen erbaut. Das dritte Projekt soll das peripher gelegene Kfar Saba mit Herzliya verbinden, wodurch Tel Aviv für die Bewohner der Sharon-Region noch besser erreichbar werden soll. Auf diesen 18 Kilometern sollen zwei weitere Stationen auch noch dem Vorort Raanana besseren Anschluss bieten.