Israel zeigt seine Wasserexpertise auf IFAT 2014

Wie ein Geschenk des Himmels wurde der Regen im vergangenen Winter empfangen, als Niederschläge nach einer langen Trockenperiode Reservoirs und den See Genezareth mit Frischwasser füllten.

Israel besteht zu 60 Prozent aus Wüste und in den letzten 60 Jahren bereitete man sich immer besser auf trockene Winter vor. Seit 1948 plant und baut Israel Infrastruktur, Technologie und legt gesetzliche Bestimmungen darauf aus, Trockenperioden bestmöglich zu bekämpfen.

Ministerpräsident Benjamin Netanyahu bot inzwischen sogar dem US-Bundesstaat Kalifornien Israels Know-How an, um die dort herrschende Dürre zu bekämpfen. Bereits zwei Drittel der 38 Millionen Kalifornier sind davon betroffen.

Israel hat vier Entsalzungsanlagen an der Mittelmeerküste in Betrieb, eine fünfte geht in Ashdod bald ans Netz. Aber Entsalzung ist nur ein Teil der Geschichte, sagt Avraham Israeli, Präsident der Israeli Water Association im Gespräch mit Israel21c.

Entsalzungsanlage bei Ashkelon © Mekorot.

Entsalzungsanlage bei Ashkelon © Mekorot.

Indem sie mit zwei Rohrsystemen für Grauwasser und Trinkwasser arbeiten, können israelische Landwirte ihr Saatgut auch in fast niederschlagslosen Gebieten mit Grauwasser bewässern. Bereits heute verwendet Israel so 75 Prozent seines Abwassers weiter und plant, diesen Anteil auf 90 Prozent zu steigern.

Ohne technologische Innovation stünde Israel nicht an der Spitze der Ressourcenschonung. Einige von ihnen, wie Mapal Green Energy und Amiad stellen sich auf der kommenden IFAT 2014 in München vor.

2014-04-22T09:31:00+00:00April 22nd, 2014|Wasser und Abwasser, Umwelttechnologie|0 Comments