Jugendliche entwickeln nächste Generation selbstfahrender Autos

robotraffic2Selbstfahrende, autonome Fahrzeuge versprechen, die nächste große Revolution in der Automobilindustrie zu sein. Und wenn Apple und Google Ingenieure suchen, die ihnen helfen, die führerlosen Vehikel zu entwickeln, brauchen sie nicht weiter als in die sechste Klasse der Schule im zentralisraelischen Karnei Shomron schauen. Dort entwickelten Schüler ein selbstfahrendes Roboter-Auto, das den ersten Preis im RoboTraffic-Wettbewerb gewonnen hat, bei welchem Kinder aus Grund- und weiterführenden Schulen zusammen Ideen zur Verkehrssicherheit entwickeln und technisch umsetzen.

Mehr als 1000 Schülerinnen und Schüler aus 50 Ländern kamen vergangene Woche nach Haifa in das berühmte Technion zur bereits sechsten Auflage des Wettbewerbs. Studenten aus den USA, Israel, Argentinien, Russland und der Ukraine buhlten um die höchsten Auszeichnungen in diesem Wettstreit, der Schülern helfen soll, ihr Wissen und ihre Fertigkeiten rund um Roboter und Robotik zu vertiefen und schon in einem jungen Alter den Blick für vorausschauendes Fahren zu schärfen.

RoboTraffic wird vom Leumi Robotics Center an Technions Fakultät für Maschinenbau, der World ORT-Organisation, der Zionistischen Weltorganisation veranstaltet. Während sich das Projekt auf Robotik konzentriert, ist es aber gerade die Anwendung dieser Wissenschaft, die den Wettbewerb spannend macht.

p10401021-300x225„In Vorbereitung auf den Wettstreit entwickelte das Leumi Robotics Center eine mit Sensoren ausgerüstete Strecke, die mit den Autorobotern in Kontakt treten sollten, damit sich diese an Geschwindigkeitsregelungen und Verkehrsschilder halten und gleichzeitig Unfälle vermeiden“, erläutert der Direktor des Zentrums, Dr. Jewgenij Korchnoj. „Um sich vorzubereiten, haben die Schüler in den Wochen davor viel über Maschinenbau, Programmierung, Steuerung und Elektronik im Allgemeinen gelernt.“

Insgesamt in sechs Kategorien konnten die Schülergruppen ausgezeichnet werden: Sicheres Fahren, Rennfahren, Verkehrsregeln-Wissen, Verkehrssicherheitsideen, Innovationen in robotischer Infrastruktur, und Wissensansammlung zur Fahrzeugstruktur mittels der Solidworks-Software. Für das beste, schnellste, und vorallem sicherste selbstfahrende Auto gewannen letztlich Rachel Lubarsky (14) und Leah Baram (15) aus der Ukraine.

„Vor sechs Jahren riefen wir den Wettbewerb erstmals ins Leben, damals mit fünf israelischen Schulen“, sagte Technions Professor Moshe Shoham gegenüber den Teilnehmern. „Heute nehmen dutzende Schulen aus Israel und aller Welt daran teil. Ihr seid die nächste Generation und ihr seid diejenigen, die Israel an die Spitze der internationalen Forschung und Entwicklung im Feld der Robotik bringen werdet. Eure Generation wird Zeuge der Revolution von autonomen Verkehrsmitteln und Straßen der Zukunft und es wird schneller geschehen als wir denken.“ Der Vizepräsident des Technion, Prof. Moshe Sidi, betonte, dass das Technion viel Wert darauf legt, in junge Menschen zu investieren und ihre Neugierde zu fördern.

Die frühe Förderung von Schülerinnen und Schülern in hochtechnologischen Bereichen ist eines der vielen Teilchen, die zu Israels wirtschaftlicher Erfolgsgeschichte beitragen. Dass man beispielsweise so stark im Cybersecurity-Sektor aufgestellt ist, hat auch damit zu tun, dass schon in frühen Jahren dieses Thema zum Stundenplan in der Schule zählt und die größten Talente besonders gefördert werden.

Lesen Sie den Originalartikel von David Shamah bei Times of Israel hier.

2015-03-20T15:52:12+00:00March 20th, 2015|Automobil und Zulieferer|0 Comments