Good Morning, Tel Aviv befragt Geneway-Entwickler und berichtet aus Nazareth

Marketing & PR-Expertin Andrea Frahm hat für ihre Kolumne Wissenschaftler-Wunderkind Firas Swidan getroffen, und mit ihm über seine App Geneway gesprochen. Dabei gewinnt der Leser Einblicke in die israelisch-arabische Tech-Szene im Norden des Landes.

Nazareth ist vielen hierzulande in erster Linie als Geburtsstätte Jesu aus der Weihnachtsgeschichte bekannt. Nazareth ist aber mehr als das. Nazareth ist eine Stadt im Norden Israels mit überwiegend arabischen Einwohnern und einer wachsenden Anzahl an Accelerator-Firmen wie z.B. das Nazareth Business Incubator Center (NBIC), mit der Mission, arabisch-israelische Startup-Entrepreneure aus dem Norden des Landes zu fördern. Ein bahnbrechendes MVP-Businessmodell, das nicht nur auf einer guten Idee und einem ausgeklügelten Algorithmus basiert, ist Geneway vom Wissenschaftler-Wunderkind Firas Swidan.

Geboren in Nazareth am 24. Dezember (kein Witz), besuchte Swidan nach der Grundschule eine Schule für Hochbegabte in Jerusalem und bekam so schon im frühen Alter die Chance, unter sowohl arabischen als auch jüdischen Mitschülern unterschiedliche Kulturen kennenzulernen. Nach einem Stipendium (für Hochtalentierte) und einem BA-Abschluss (Summa Cum Laude) am israelischen Technion-Institut ging es weiter mit einem Studium der Hirnforschung an der Hebrew University und einem Studium der Bioinformatik in München, bevor Swidan zurück in Israel am Technion promovierte. Es folgten Zwischenstationen bei Intel in Amerika sowie bei diversen Start-ups in Neuseeland.

ds-Swidan

Zurück in Nazareth, gründete Swidan auf der Basis seiner jahrelangen Forschungsarbeiten Geneway, eine App, die mit Hilfe von epigenetischen Bluttests und Fragen zum Lifestyle personalisierte Empfehlungen zur Verbesserung der Gesundheit erstellt (optimierte Ernährung, Diäten, Fitness-Übungen, etc). Die Idee klingt simpel, hinter dem Algorithmus stecken allerdings Swidans langjährige fundierte Forschungsstudien.

Obwohl Israel vor Kurzem die Einführung eines neuen Support-Programms für arabische Gründer angekündigt hat, ist Nazareth noch weit entfernt von einem etablierten Startup-Ecosystem wie im Start-up-Paradies Tel Aviv. Der nächste Schritt für Swidan ist daher, Investoren in USA und Europa zu finden und Geneway weiter auszubauen. Mir verriet er in einem inspirierenden Gespräch, wie es zu der Business-Idee kam und welche Schritte als Nächstes anstehen.

Lesen Sie hier das komplette Gespräch zwischen Andrea Frahm und Firas Swidan.

2015-07-02T09:44:53+00:00July 2nd, 2015|Uncategorized|0 Comments