Israelische Azubis lernen und arbeiten drei Wochen in Berlin

Nachdem 2014 das Deutsch-Israelische Programm zur Zusammenarbeit in der Berufsbildung 14 israelischen Auszubildenden einen beruflichen Lernaufenthalt in Köln ermöglichte, konnten im Oktober 18 israelische Auszubildende einen Lernaufenthalt in Berlin wahrnehmen. Im Mittelpunkt standen Berufe aus der Bau- und Architekturbranche, mit einem besonderen Schwerpunkt auf der Restauration von Bauhaus-Gebäuden. Ein Highlight für die jungen Menschen war ein Treffen mit Bundesbildungsministerin Johanna Wanka. 2016 wird eine Gruppe deutscher Auszubildener den Gegenbesuch nach Tel Aviv antreten.

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Dachdeckerpraktikum (© NA beim BIBB)

Ein kräftiger Wind weht auf dem Dach des Hochhauses in Berlin Mitte. Graue Wolken am Himmel künden einen Regenschauer an. Doch Hen Hadad und Mani Dabush lassen sich davon nicht abschrecken. Präzise sägen sie Glaswolle zurecht und legen sie als Dämmmaterial auf das Dach. Vorarbeiter Marco Struss erklärt ihnen die richtige Handhabung der Werkzeuge.

Die beiden jungen Israelis haben im Oktober 2015 ein Praktikum bei der Berliner Dachbau GmbH gemacht. Gemeinsam mit 16 anderen Auszubildenden aus Israel verbringen sie drei Wochen in Berlin. Auf dem Programm stehen Theorieeinheiten, praktische Kurse und ein Betriebspraktikum. Der Aufenthalt wird organisiert und gefördert vom Deutsch-Israelischen Programm zur Zusammenarbeit in der Berufsbildung in Kooperation mit der Handwerkskammer Berlin.

Alle israelischen Teilnehmenden werden in Bau- und Architekturberufen ausgebildet. “Die Baubranche in Israel boomt gerade, da können unsere Länder viel voneinander lernen. Ich nehme aus meiner Zeit in Deutschland viel neues Wissen mit, z.B. über Wärmedämmung”, erklärt Mani Dabush.

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Einige der israelischen Azubis trafen Bildungsministerin Wanka (© HWK Berlin)

Auch Atar Mandel nimmt viel mit aus ihrer Zeit in Berlin: “Es war eine wundervolle Erfahrung , die mir eine Menge Ideen und Inspiration gegeben hat. Ich habe die Chance bekommen, neue Menschen, eine andere Kultur, unbekannte Arbeitsmaterialien und -techniken und vieles mehr kennenzulernen.” Sie lernt “interior design” in Israel und hat in Berlin u.a. Kurse zu Baumaterialien und -farben absolviert.

Zur Dokumentation ihres Auslandsaufenthalts und der erworbenen Kenntnisse haben die Teilnehmenden Zertifikate der HWK Berlin erhalten. Nach ihrer Rückkehr nach Israel werden sie zudem den Europass-Mobilitätsnachweis bekommen.

Lesen Sie hier den Bericht in voller Länge auf der Internet-Seite der Nationalen Agentur Bildung für Europa beim Bundesinstitut für Berufsbildung.

 

2015-11-30T15:44:20+00:00November 30th, 2015|Internationale Zusammenarbeit|0 Comments