Israel will Global Player in der Dentalindustrie werden

Das Israel Export Institute hat vor kurzem eine neue Abteilung geschaffen, die sich eigens der Dental-Industrie verschrieben hat und israelischen Firmen aus dem Bereich helfen wird, ihr Auslandsgeschäft voranzutreiben.

Einer der weltweit am schnellsten wachsenden Märkte war in den vergangenen Jahren der Dentalmarkt. Das signifikante Marktwachstum war auch in Israel besonders spürbar und so betrug das Exportvolumen der israelischen Dentalindustrie in den vergangenen zwei Jahren über eine halbe Milliarde US-Dollar. Einer Studie des Israel Export Institute zufolge sind über einhundert israelische Firmen im Dentalbereich tätig. Dies bedeutet einen Anstieg um 50 Prozent im Vergleich zur vergangenen Dekade.

Vor kurzem beschloss das Israel Export Institute die Schaffung einer eigenen Dental-Abteilung, wie es sie seit langem schon für andere Sektoren wie Life Sciences, Automotive, Homeland Security usw. gibt. Damit soll Israel zu einem Global Player werden, der seine innovativen Technologien und Lösungen in der Zahnmedizin in die ganze Welt exportiert.

„Angeführt wird die Industrie von den Firmen im Implantat-Sektor, aber andere Bereiche ziehen nach“, sagt Raphaele Moog, Direktorin der Dental-Abteilung im Israel Export Institute. Laut ihr hat das Export Institute die Notwendigkeit zur Gründung dieser neuen Abteilung neben dem Life-Sciences-Sektor erkannt, nachdem immer mehr israelische Firmen den großen Schritt zum Exportgeschäft wagen wollten. „Das Israel Export Institute kann mit seinem großen Netzwerk und seiner Erfahrung großen Beitrag dazu leisten“, so Moog weiter.

Eine dieser Firmen ist Meodental, das ein Zahnaufhellungsprodukt herstellt, das im Gegensatz zu vielen anderen Produkten in dem Bereich ohne den Einsatz schwerer Metalle auskommt und ökologisch verträglich ist. In den vergangenen Jahren nahm Meodental an der alle zwei Jahre stattfindenden IDS-Messe in Köln als Teil des israelischen Gemeinschaftspavilions teil. „Unser Hauptgeschäft findet im Export statt. Wir entwickeln und produzieren in Israel, liefern aber in über zwanzig Länder in Europa, Afrika, Asien und Australien. Dank des Israel Export Institutes konnten wir vor wenigen Wochen einen Vertrag mit einem Vertrieb in den USA abschließen“, so der Gründer von Meodental, Avraham Kanion.Meodental

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Export Institute unterstützt keinesfalls nur Early-Stage-Start-ups, sondern auch große, etablierte Firmen haben die Dienstleistungen des Institutes in Anspruch genommen, um sich neue Märkte zu erschließen. Eines dieser etablierten Unternehmen ist AB Dental Devices. Die Firma ist aktiv in der Erforschung und Entwicklung ganzheitlicher, zahnmedizinischer Lösungen und exportiert in 61 Länder. „Heutzutage geht es weniger um einzelne Implantate, sondern um allumfassende Lösungen“, sagt Ofer Bar-Shalom, Eigentümer des familiengeführten Unternehmens: „Es fängt bei der Patientenvorbereitung an, geht über das Design und den Einsatz von 3D-gedruckten Zahnspangen bis hin zu den Werkzeugen, mit denen der Arzt arbeiten wird.“ Nur ein Drittel der Verkäufe von AB Dental Services geschieht im Inland, der gesamte Rest des Geschäfts liegt im Export.

AB

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Welchen Stellenwert Deutschland als Hauptzielland der israelischen Firmen einnimmt, lässt sich daran erkennen, dass das Wirtschafts- und Handelsabteilung der Israelischen Botschaft in Berlin im Februar diesen Jahres ein zweitägiges Business-Development-Seminar in den Räumlichkeiten des Israel Export Institutes organisiert hat, welches einzig und allein den deutschen Dentalmarkt und die Eintrittsmöglichkeiten und –herausforderungen zum Thema hatte.

Auch zur IDS 2017 werden wir wieder den israelischen Gemeinschaftsstand unterstützen und freuen uns auf Ihren Besuch!