Doktor Start-up

Die Charité, das Berlin Institute of Health und die israelische Innovationsbehörde kooperieren

von Maria Ugoljew juedische-allgemeine

In keinem anderen Staat der Welt gibt es – gemessen an der Einwohnerzahl – so viele Start-ups wie in Israel. Das Land schlägt in der Statistik sogar das Silicon Valley. So einige israelische Erfindungen prägen bereits unseren Alltag, wie der USB-Stick oder die Gesichtserkennungssoftware von Apple-Smartphones.

NETZWERK Auch in den Bereichen Medizintechnik und Digital Health gibt es zahlreiche innovative Ideen. Um auf dem Markt Fuß fassen zu können, fehle den Jungunternehmern oftmals das Netzwerk, meint Doron Abrahami.

Der neue Kooperationsvertrag zwischen dem Berliner Krankenhaus Charité, dem Berlin Institute of Health und der israelischen Innovationsbehörde soll daran etwas ändern, so die Hoffnung des Leiters der Wirtschaftsabteilung der Botschaft des Staates Israel. »Ich freue mich, dass wir an der Charité auf Gehör gestoßen sind. Für beide Seiten besteht ein enormes Potenzial, und ich hoffe, dass wir in Zukunft als Ergebnis der Vereinbarung über Erfolgsgeschichten berichten können.«

BEZIEHUNG Vor wenigen Tagen ist die bilaterale Vereinbarung in einem feierlichen Akt in der israelischen Botschaft in Berlin unterzeichnet worden. Unter den Anwesenden waren Gäste aus Wissenschaft und Politik. »Deutschland ist Israels wichtigster Handelspartner in der Europäischen Union«, sagte der israelische Botschafter, Jeremy Issacharoff, in seiner Begrüßungsrede. Die Vereinbarung werde die Beziehung der beiden Länder erheblich stärken.

»Es ist nichts weniger als die Verschmelzung der grundlegendsten Bedürfnisse unserer Bürgerinnen und Bürger, um ihr eigenes Wohlergehen und die Situation der Menschheit als Ganzes zu verbessern«, sagte der Botschafter. Aufgrund steigender Lebenserwartung und der wachsenden Bevölkerung bedürfe es medizinischer Innovationen.

In jüngster Vergangenheit haben so einige israelische Ideen bereits für Schlagzeilen in der Medizintechnik-Branche gesorgt. So hat zum Beispiel Amit Goffer, promovierter Informatiker und Elektrotechniker, den »ReWalk« erfunden, eine Art robotische Rüstung, die sich Querschnittsgelähmte anlegen können und die über vier Elektromotoren die künstlichen Beingelenke in Gang bringt. Gesteuert wird die Konstruktion mittels eines Computers, der via Sensoren die Bewegungen seines Trägers registriert und in entsprechende Befehle umsetzt. Gelähmte Menschen, die sonst auf einen Rollstuhl angewiesen sind, können mit dem sogenannten Exoskelett sogar Treppen steigen.

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2019-09-18T11:12:28+00:00September 17th, 2019|Uncategorized|0 Comments