Wirtschaftsnachrichten aus Israel und warum die Israelischen Kreditratings trotz COVID konstant hoch bleiben

Jenseits der Schlagzeilen:

In den letzten Wochen standen vor allem politische und geopolitische Ereignisse in Israel im Fokus der Medien. Deshalb kann es sein, dass einige der aufregenden wirtschaftlichen Entwicklungen in Israel etwas untergegangen sind: Zum Beispiel gibt es jetzt mehr als 20 israelische „Unicorns“ (private Unternehmen im Wert von über 1 Milliarde US-Dollar) allein in New York und ebenso viele in Kalifornien. In Israel selbst finden sich derzeit ganze 60 Firmen mit Einhorn-Status – das sind mehr als in ganz Europa zusammen. Darüber hinaus hat Israels Technologiesektor allein in der ersten Hälfte dieses Jahres mehr als 5 Milliarden US-Dollar an Invistitionen erhalten und ist auf dem besten Weg, seinen bisherigen Jahres-Rekord im Fundraising zu verdoppeln.

Der Blick über die Schlagzeilen hinaus ist entscheidend, um die vielen negativen und positiven Ereignisse in einem Land überhaupt wahrnehmen zu können. Israel ist in dieser Hinsicht nicht anders. Als wichtigste wirtschaftliche Bewertung eines Landes kann sicherlich das Bonitätsrating eines Landes gelten.

Generell gilt: Je besser die Bonität eines Landes, desto günstiger kann es im Ausland Kredite aufnehmen. In einem typischen Jahr sammelt Israel auf den globalen Märkten ca. 2 Milliarden Dollar/Euro ein. Diese Mittel werden zur Finanzierung des Defizits und zur Deckung der Haushaltskosten verwendet. Auch wenn der überwiegende Teil der israelischen Kredite im Inland aufgenommen wird, kann eine Anhebung oder Herabstufung der Kreditwürdigkeit immer noch erhebliche Auswirkungen auf die Kreditkosten haben. Die große Bedeutung einer Kreditentscheidung erfordert daher, dass eine Ratingagentur sowohl die positiven als auch die negativen Schlagzeilen der Vergangenheit in ihre Bewertung aufnimmt, um zu einer fairen Einschätzung zu kommen.

Besonders schwierig war das vergangene Jahr für alle rund 130 Länder, die Kreditratings erhalten. Denn die globalen Auswirkungen von COVID-19 führten auch dazu, dass Israel in seine erste Rezession seit 2002 stürzte. Doch während viele Länder im vergangenen Jahr herabgestuft wurden, blieb Israels Rating unverändert. Warum ist das so?

Die Ratingagenturen haben über die Schlagzeilen hinausgeschaut und die gut diversifizierte Wirtschaft Israels, die Erdgasexporte, den weltweiten Schritt in Richtung digitaler Anpassung und die robusten staatlichen Programme zur Bekämpfung des Virus berücksichtigt. Sie bewerteten die regionale Geopolitik, analysierten aber auch sorgfältig die Widerstandsfähigkeit der Bevölkerung und ihrer Wirtschaft, die Struktur der israelischen Schulden und das kluge Schuldenmanagement sowie den bedeutenden Technologiesektor des Staates. Alle Agenturen kamen nach ihrer gründlichen Analyse zu dem Schluss, Israels Ratings beizubehalten.

Die Aufrechterhaltung der Bewertungen erweist sich nun als berechtigte Entscheidung. Israels BIP (Bruttoinlandsprodukt) war im Jahr 2020 zwar negativ, aber doch besser als prognostiziert. Anfang 2021 war Israel bei den Impfungen pro Kopf weltweit führend, und wurde auf dem ganzen Globus als „Impfnation“ betitelt. Außerdem gehen die meisten Analysten derzeit davon aus, dass Israel im Jahresverlauf eine starke Erholung erleben wird.

Israel wird derzeit von S&P Global Ratings mit AA- (vierthöchstes Rating), A1 von Moody’s Investor Services (fünfthöchstes Rating) und A+ von Fitch Ratings (fünfthöchstes Rating) bewertet. Alle drei Bewertungen sind die höchsten, die Israel je hatte.

Die Handelsmissionen als Eckpfeiler internationalen wirtschaftlichen Erfolgs

Die Außenhandelsverwaltung des israelischen Wirtschaftsministeriums (FTA) betreibt ein Netzwerk von 50 diplomatischen Vertretungen weltweit. Das Ziel der Israelischen Handelsmissionen ist die Förderung von Wirtschaftskontakten und der Investitionen zwischen Israel und den internationalen Märkten. Die Handelsmissionen fördern die Zusammenarbeit zwischen israelischen und lokalen Unternehmen in allen Sektoren, darunter Cyber Security, Investitionen, Fintech, digitale Gesundheit, Biowissenschaften, Konsumgüter, Wein, Einzelhandelstechnologie, Sporttechnologie, Smart Cities, saubere Energie, Heimatschutz, Software-IT und Wassertechnik.

Die Handelsmissionen arbeiten hauptsächlich in drei Bereichen:

1. Die Initiierung und Aufrechterhaltung von Handelsabkommen und die Erleichterung der strategischen Zusammenarbeit mit ausländischen Unternehmen, Organisationen und Regierungsbehörden.

2. Die Bekanntmachung von wirtschaftlichen Innovationen und Chancen aus Israel für deutsche Unternehmen, einschließlich der Bereitstellung allgemeiner Informationen über die israelische Wirtschaft, Industrien oder bestimmte Unternehmen.

3. Vermittlung israelischer Unternehmen bei lokalen strategischen Partnern, Vertriebskanälen und Investoren, Förderung ausländischer Investitionen in israelische Unternehmen und Identifizierung lokaler Einheiten, die offen für die Kultivierung, Entwicklung von F&E oder andere strategische Kooperationen mit israelischen Unternehmen sind.

 

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